TL;DR — Kurzzusammenfassung
Ungültiger Standort in Carta Porte 3.0: PLZ, Colonia, Gemeinde, Koordinaten und Ubicacion-Knoten vor dem Timbrado von Transfer- oder Einnahme-CFDI korrigieren.
Beim Timbrado eines CFDI mit Carta Porte 3.0 gehört ungültiger Standort zu den häufigsten PAC-Ablehnungen: Der Knoten Ubicacion erfüllt nicht die Regeln für Postleitzahl, Colonia, Gemeinde, Bundesstaat, RFC des Betriebs oder geografische Koordinaten. Das passiert bei Fracht, Lagerumlagerungen und Spedition, wenn Adressen wie im Alltag erfasst werden, nicht wie Anexo 31 und XSD es verlangen.
Dieser Leitfaden erklärt die Meldung, technische Ursachen und wie Ursprung, Ziel und Zwischenstopps an SAT-Kataloge angeglichen werden, bevor das Comprobante erneut an den PAC geht.
Der Fehler
Typische Meldungen:
Ubicación inválida en complemento Carta Porte
El código postal no corresponde al municipio declarado
Coordenadas geográficas fuera de rango
Error en validación de esquema — nodo Ubicacion
Manche PAC nennen den Index der Ubicacion; andere nur „ungültiger Standort“. Ohne Korrektur gibt es keine UUID — der Transport fehlt fiskalisch.
Ursache des Problems
Inkonsistente PLZ und Colonia
c_Colonia ist an die PLZ gebunden. Falsche Colonia zum CP, Freitext statt Katalogschlüssel oder fehlende Colonia führen zur Ablehnung — besonders auf Baustellen und in Industrieparks.
Gemeinde und Bundesstaat falsch
Nach Verwaltungsänderungen speichert das ERP alte Namen, während c_Municipio neue Schlüssel hat. Der Validator prüft PLZ + Gemeinde + Estado als Triplett.
Falscher Standorttyp und Zeitstempel
Origen, Destino und Zwischenpunkte verwechseln, falsche Zeitzone oder Ankunft vor Abfahrt erzeugen Fehler, die als ungültiger Standort erscheinen.
Koordinaten und zurückgelegte Strecke
Pflicht-Koordinaten mit Komma statt Punkt, (0,0) oder unrealistische DistanciaRecorrida lösen PAC-Regeln aus.
RFC am Standort
RFC in Ubicacion passt nicht zu Emittent/Empfänger-Regeln oder Transportdaten sind unvollständig — Fehler am Knoten Ubicacion.
Veraltete Complemento-Version
Carta Porte 2.0 mit CFDI 4.0 / 3.0-Pflicht oder fehlende TMS-Patches hinterlassen obsolete Attribute.
Schritt-für-Schritt-Lösung
1. XML und Ubicacion-Index isolieren
XML exportieren, alle cartaporte20:Ubicacion prüfen, PAC-Text protokollieren.
2. PLZ und Colonia an SAT-Kataloge
c_CodigoPostal, c_Colonia, c_Municipio, c_Estado aktualisieren; Colonia per Schlüssel wählen.
3. RFC, Typ und Zeiten
RFC am Standort, FechaHoraSalidaLlegada und Reihenfolge der Stopps korrigieren.
4. Koordinaten und Distanz
Lat/Long mit sechs Dezimalstellen; DistanciaRecorrida neu berechnen.
5. XSD validieren und Test timbrieren
SAT-Schema für Carta Porte 3.0; Test-Traslado auf derselben Route. Wenn der PAC zusätzlich Figura de transporte, Identificación vehicular oder Seguros bemängelt, korrigieren Sie diese Knoten im selben Durchlauf — sie hängen oft mit der Route zusammen, auch wenn die Meldung nur „Standort“ sagt. Vergleichen Sie das generierte XML mit einem zuletzt erfolgreichen Timbrado derselben Spedition; Diff-Tools zeigen schnell, welches Attribut in Ubicacion neu oder leer ist.
6. Stammdaten und TMS dauerhaft korrigieren
Übernehmen Sie die validierte Colonia-Schlüssel und PLZ in Kunden-, Lieferanten- und Lagerstammdaten. Legen Sie im TMS Standardrouten mit festen Ubicacion-IDs an, damit Disponenten keine Adresse pro Fahrt neu tippen. Nach SAT-Katalogupdates einen Nachtlauf planen, der alle offenen Lieferadressen gegen c_Colonia prüft, bevor die Hochsaison beginnt.
Vorbeugung
- SAT-Kataloge vierteljährlich synchronisieren.
- Colonia-Schlüssel in Stammdaten pflegen.
- Bewährte Routen-Templates nutzen.
- Carta-Porte-Modul nach Anexo-31-Updates patchen.
Zusammenfassung
- Ungültiger Standort = meist PLZ/Colonia/Gemeinde/Koordinaten/RFC vs Katalog.
- Exakten
Ubicacion-Knoten im XML mit offiziellen Schlüsseln fixen. - Test-Timbrado pro Route vor Massenproduktion.